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Österreich nimmt’s leicht!
niemand interessiert sich für das Ausscheiden
Das Prestigeduell gegen Deutschland hat die großen Massen in Österreich mobilisiert. Von Wien bis Innsbruck waren alle Fanzonen überfüllt, die Stimmung aufgeheizt und die Vorfreude groß.
Schon einen Tag später geht man wieder zur Tagesordnung über. In der Pressekonferenz verkündet der österreichische Trainer Josef Hickersberger, man hätte sich eigentlich nie für die EM qualifiziert.

Niemand stellt die Frage, warum die österreichische Mannschaft nach dem Rückstand kein Aufbäumen zeigte, die Journalisten interessieren sich weiterhin mehr für die ausgeschenkten Biersorten. Kein Vergleich mit dem Aufschrei und Wehklagen der Bevölkerung in der Schweiz, die das Ausscheiden ihrer Elf als nationale Tragödie erlebten.
In der Fanzone Salzburg finden sich am nächsten Tag zum entscheidenden Spitzenspiel der WM-Finalisten Italien - Frankreich nur ein paar wenige früh angereiste Spanier und Griechen. Für die Österreicher, so scheint es, ist die EM vorbei. Das hohe Interesse am Deutschlandspiel lag wohl mehr in der Rivalität zum Nachbarland begründet als einer Begeisterung für den Fußball.
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