643.123 ausgehende Telefonate führte das Outbound-Call Center seit Beginn seines Bestehens im Jahr 2004 durch.
Einer der Meilensteine ist die Durchführung medizinischer Begleitungen mit eigenem Personal und eigener Ausrüstung. In den ersten Jahren läuft die Abwicklung komplett über andere Organisationen. 2004 beginnt die Aufnahme von Rücktransporten mit eigenem Personal und eigener Ausrüstung. Seitdem wird der komplette Ablauf von der Europ Assistance selbst durchgeführt. Wir verfügen heute über moderne Ausrüstung: 2 Notarztrucksäcke, 3 Sanitäterrucksäcke, 2 Vakuummatratzen, 1 EKG Monitor, Spezielle Ausrüstung für Kinder und ein kleines Medikamentenlager.
4.831 Mal wurde ein Rücktransport von Verletzten aus dem Urlaubsort nachhause organisiert, davon 898 mit Ambulanz-Jets.
Gerade medizinische Einsätze verlangen den Einsatzbetreuern organisatorisch aber auch emotional viel ab. Der Umgang mit Patienten, die im Urlaub erkrankt oder verunfallt sind verlangt einerseits Einfühlungsvermögen aber gleichzeitig auch die Wahrung einer gewissen Distanz zum Geschehenen, um optimal und effizient helfen zu können. Manchmal können sie auch nur mehr den Rücktransport eines Toten veranlassen. Die Abklärung des Ablaufes mit den Hinterbliebenen benötigt Fingerspitzengefühl. Katastrophen mit hunderten und tausenden Verletzten und Toten brachten die Mitarbeiter der Einsatzzentrale schon einige Male an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
23. Februar 1999: Lawinenunglück in Galtür
In dem Tiroler Skiort verschüttet eine Lawine den Großteil des Ortes und der Umgebung mit Schnee. Untern vielen anderen wird eine Gruppe von 40 belgischen Schulkindern in der Nähe von den Schneemassen im Ort eingeschlossen. Es gibt zwar kaum Verletzte aber viele Leute sitzen dort fest. Die Europ Assistance organisiert Hubschrauber und Taxis, die die Eingeschlossenen befreien und weiter nach Innsbruck bringen, von wo aus die Betroffenen die Heimreise antreten.
19. November 2002: Busunglück in Marokko
Während einer Leserreise der Tiroler Tageszeitung überschlägt sich in Mohammedina deren Reisebus. Dabei werden 33 der österreichischen Businsassen zum Teil schwer verletzt. Geschäftsführer Jean-François Diet und Operations-Managerin Julia Forsthuber-Hablé reisen beide umgehend nach Marokko und engagieren sich mti den Einsatzteams vor Ort. Mit Unterstützung der Europ Assistance Holding in Paris und der Schweizer Flugambulanz Rega holt Europ Assistance die Schwerverletzten innerhalb von 20 Stunden nach Österreich zurück, die leichter Verletzten innerhalb von 36 Stunden. Die Unverletzen werden mit den Austrian Airlines innerhalb weniger Tage ebenfalls zurück nach Österreich geflogen.
2002-11-20_KronenZeitung
2002-11-21_TirolerTageszeitung1
2002-11-21_TirolerTageszeitung2
26. Dezember 2004: Flutkatastrophe in Südostasien
Der Tsunami ist der bisher größte Einsatz der Europ Assistance. Um das enorme Volumen an Notrufen nach der Katastrophe bewältigen zu können, kommen viele Mitarbeiter der Wiener Einsatzzentrale früher aus dem Urlaub zurück um ihre Kollegen zu unterstützen. . Wie sich herausstellt ist unter den Toten auch ein Freund eines unserer Einsatzbetreuer. Trotzdem muss die eigene Trauer erst mal hintangestellt werden um die Überlebenden aus dem Katastrophengebiet zu retten. Gemeinsam mit der Europ Assistance Holding werden Sammeljets organisiert mit denen die Verletzten über Paris heimgeflogen werden. Die Europ Assistance Gruppe holt rund 1.000 Kunden aus dem Katastrophengebiet zurück. 37 davon waren Österreicher.
2004-12-27_Kurier
2004-12-28_KleineZeitung
2004-12-29_SalzburgerNachrichten
2004-12-29_WienerZeitung